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Fibromyalgie: Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.

Fibromyalgie kann mit anhaltenden Schmerzen in Muskeln und anderen Körperbereichen einhergehen. Häufig kommen Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf und eine spürbare Belastung im Alltag hinzu.

Fibromyalgie: Das Wichtigste in Kürze

  • Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die mit unterschiedlichen Beschwerden wie Schmerzen, Erschöpfung und Schlafproblemen einhergehen kann.
  • Die genauen Ursachen sind bisher nicht abschließend geklärt. In der Forschung werden verschiedene Einflussfaktoren diskutiert, unter anderem eine veränderte Schmerzverarbeitung.
  • Die Diagnose ist oft nicht einfach, weil sich die Beschwerden individuell zeigen und es keine eindeutigen Labortests zur Bestätigung gibt.
  • Zur Behandlung kommen meist mehrere Bausteine infrage, zum Beispiel Bewegung, Ernährung, Schmerztherapie und ärztlich begleitete Maßnahmen.

Fibromyalgie ist selbst für Ärzte schwierig zu verstehen, da die Ursachen der Erkrankung bisher nicht genau bekannt sind. Die Symptome ähneln denen anderer Erkrankungen und es gibt keine wirklichen Tests zur Bestätigung der Diagnose. Dadurch wird Fibromyalgie leider oftmals falsch diagnostiziert.

Eine Fibromyalgie kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen. Der Umgang mit der Erkrankung stützt sich deshalb meist auf verschiedene medizinische und alltagsbezogene Maßnahmen, die individuell angepasst werden.

Erfahre hier, was eine Fibromyalgie ist, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

1. Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie (Fibromyalgie-Syndrom) ist eine langfristige, chronische Schmerzerkrankung, welche sich durch verschiedene Symptome kennzeichnet. Bis heute gibt es keine einheitliche Heilungsmethode für Fibromyalgie-Patienten, allerdings kann man durch symptomatische Behandlungen eine Schmerzlinderung und eine verbesserte Lebensqualität erzielen.

Fibromyalgie tritt in allen Bevölkerungsgruppen auf. Etwa 2-4 % der Allgemeinbevölkerung leiden unter den Symptomen einer Fibromyalgie, allerdings liegt die Zahl der Personen, bei denen tatsächliche eine Fibromyalgie diagnostiziert wird, wesentlich niedriger. Bei ca. 75 % der Betroffenen bleibt die Erkrankung ohne Diagnose.

2. Was sind die Symptome von Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist geprägt von starken Gliederschmerzen in verschiedenen Körperbereichen, die dauerhaft oder zeitweise auftreten können. Die Schmerzen zeigen sich meist in den Muskeln und Gelenken, aber auch auf der Haut.

Weitere Symptome einer Fibromyalgie sind:

  • Muskelschwäche
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Angstzustände
  • Depressionen

Wer unter Fibromyalgie leidet, hat häufig auch noch mit anderen Erkrankungen zu kämpfen. Dazu gehören insbesondere Migräne, Funktionsstörungen des Kiefergelenks, Reizdarm oder Arthritis.

3. Wie entsteht Fibromyalgie?

Forscher gehen derzeit davon aus, dass verschiedene Faktoren zusammenspielen und damit das Schmerzsyndrom auslösen. Die Forschung geht davon aus, dass Störungen in der Schmerzverarbeitung bei den betroffenen Personen zu einer verstärkten Schmerzempfindlichkeit führen.

Eine genaue Ursache für das Krankheitsbild Fibromyalgie ist bisher nicht bekannt. Es gibt aber ein paar mögliche Auslöser, die in der Forschung diskutiert werden:

  • gestörtes Mikrobiom
  • erhöhter Histamin-Spiegel
  • gestörte Reizverarbeitung im Gehirn
  • Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus
  • Schwermetallbelastung
  • genetische Faktoren
  • psychische Belastungen

Die Erkrankung kann sich auch bei jedem Patienten anders äußern. Interessant zu beobachten ist, dass Fibromyalgie erheblich öfter bei Frauen als bei Männern auftaucht.

Studien zeigten auch mögliche Zusammenhänge zwischen den Wechseljahren bei Frauen und dem Auftreten einer Fibromyalgie.

4. Wie erfolgt die Diagnose der Fibromyalgie?

Viele Patienten erleben einen wahren Ärztemarathon, bis sie nach Jahren die Diagnose Fibromyalgie erhalten. Dies liegt daran, dass die Beschwerden sehr individuell sind und sich die Erkrankung nicht durch Blutwerte oder bildgebende Verfahren erkennen lässt.

Zunächst wird der Arzt in einem Gespräch den bisherigen Leidensweg feststellen. Anhand eines Symptom-Fragebogens lassen sich die Beschwerden erfassen. Anhand körperlicher und analytischer Untersuchungen sollen andere Krankheiten als möglicher Grund für die Schmerzen ausgeschlossen werden. Häufig erfolgt die Diagnose auch über die sogenannten Tender Points: Das sind Druckpunkte am Körper, auf die bei Fibromyalgie mit Schmerzen reagiert wird.

Wichtig ist auch, die Einnahme von Medikamenten mit dem Arzt abzuklären, da einige Arzneistoffe ebenfalls zu Muskelschmerzen führen können.

5. Wie kann Fibromyalgie behandelt werden?

Wie die genauen Ursachen der Fibromyalgie weitgehend unbekannt sind, gibt es auch keine einheitliche Therapie der Krankheit. Zudem zeigen sich die Symptome der Fibromyalgie bei jedem Menschen unterschiedlich, sodass sich die Behandlung daran orientiert.

Ernährung

Deine Ernährung kann sich auf dein allgemeines Wohlbefinden auswirken. Häufig wird im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung empfohlen, auf viel Gemüse und insgesamt auf eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl zu achten. Die darin enthaltenen Antioxidantien sind ebenso Teil einer vielseitigen Ernährung.

Falls du zusätzlich Beschwerden im Verdauungsbereich wahrnimmst, kann es sinnvoll sein, diese ärztlich abklären zu lassen. Im Zusammenhang mit Verdauungsbeschwerden wird unter anderem auch über Ernährungsansätze wie eine FODMAP-Diät gesprochen.

Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung und leichte Sportarten, wie Nordic Walking oder Fahrradfahren, können dabei helfen, körperlich aktiv zu bleiben. Die körperliche Aktivität kann sich zudem positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Medikamente

Zur Behandlung der Fibromyalgie werden insbesondere Stoffe eingesetzt, die die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Vom Einsatz herkömmlicher Schmerzmittel wird eher abgesehen.

Schmerztherapie

Eine Kombination aus Methoden zur Schmerzbewältigung und zur Entspannung kann den Betroffenen helfen, mit ihren Beschwerden zurechtzukommen. Unterstützend können dabei Medikamente eingesetzt werden. Auch warme Bäder, Saunagänge oder Massagen werden häufig als wohltuend empfunden.

Fazit

Ständige Schmerzen und Unwohlsein können die Lebensqualität stark einschränken. Leider sind die genauen Ursachen der Fibromyalgie noch nicht abschließend geklärt.

Wichtig ist vor allem, Beschwerden ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen. Da sich das Beschwerdebild sehr unterschiedlich zeigen kann, besteht die Behandlung in der Regel aus mehreren Bausteinen, die individuell ausgewählt werden.

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