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Sonnenbrand: Erste Maßnahmen und Vorbeugung

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.

Die meisten von uns haben das schon erlebt: ein brennendes Gefühl auf der Haut durch zu viel Sonne. Ganz gleich, ob wir uns am Strand bei einem Sonnenbad entspannt haben, im Freien Sport getrieben haben oder einfach nur einen Nachmittagsspaziergang im Park gemacht haben - ein Aufenthalt im Freien ohne angemessenen Schutz kann zu schmerzhaften und unangenehmen Folgen führen.

Sonnenbrand: Das Wichtigste in Kürze

  • Sonnenbrand ist eine akute Reaktion der Haut auf zu viel UV-Strahlung. Wichtig sind schnelle, schonende Maßnahmen und eine gute Beobachtung der Beschwerden.
  • Kühlung, feuchtigkeitsspendende Pflege, ausreichend Trinken und Erholung gehören zu den Maßnahmen, die bei Sonnenbrand häufig empfohlen werden.
  • Wir raten dir dazu, starke Sonne nach einem Sonnenbrand zu meiden und die Haut zusätzlich zu schonen, bis sie sich wieder beruhigt hat.
  • Zur Vorbeugung helfen Schatten, passende Kleidung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
  • Treten Blasen, Fieber, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf, solltest du ärztlichen Rat einholen.

Ein Sonnenbrand ist aber kein Grund zu verzweifeln. Wir zeigen dir 6 Maßnahmen, die bei Sonnenbrand häufig empfohlen werden und helfen können, Beschwerden einzuordnen und vorzubeugen, damit du den Sommer in diesem Jahr voll auskosten kannst!

1. Akut-Hilfe: Diese 6 Schritte helfen bei einem Sonnenbrand

Du warst am Strand oder auf einer Wanderung unterwegs und trotz aller Vorsicht hast du dir einen Sonnenbrand eingefangen? Das kann recht lästig und schmerzhaft sein. Lies hier, welche sechs Schritte häufig empfohlen werden und wie du deine Haut dabei möglichst gut entlastest.

Schritt 1 bei Sonnenbrand: Kühlen – aber nicht zu kalt

Kühlen kann angenehm sein und deiner Haut dabei helfen, sich zu beruhigen. Steige in die Dusche und brause dich kurz kühl ab.

Bevor du zu dieser Maßnahme greifst, solltest du allerdings einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:

Achte beim Kühlen mit Wasser oder beim Duschen darauf, dich nicht zu unterkühlen. Verwende Wasser mit einer Temperatur von ca. 20 °C und lasse es maximal fünf Minuten über die betreffenden Körperregionen laufen. Eispacks oder Kühlakkus als Hausmittel dürfen nur mit einer schützenden Zwischenschicht und für kurze Zeit aufgelegt werden. Du riskierst sonst Erfrierungen und schädigst deine Haut und das darunter liegende Gewebe noch mehr.

Alternativ kannst du dir auch ein kühles Handtuch auf die betroffenen Stellen auflegen und den Sonnenbrand damit kühlen.

Schritt 2 bei Sonnenbrand: Mit After-Sun eincremen

Durch einen Sonnenbrand verliert deine Haut Feuchtigkeit und wird spröde. Damit sie sich nicht schuppt oder zu sehr spannt, cremst du dich am besten mit einer After-Sun-Lotion ein. Das kannst du auch zur Vorbeugung machen, wenn du keinen Sonnenbrand hast. Es dient der Vorsorge und macht deine Haut schön geschmeidig.

After-Sun-Produkte können folgende Inhaltsstoffe aufweisen:

  • Wasseremulsion (wirkt kühlend)
  • Aloe vera (wird häufig in After-Sun-Produkten eingesetzt)
  • diverse Kräuterauszüge wie Kamille (wird traditionell verwendet)
  • Öle oder Fette („schmieren“ deine Haut)
  • Parfüme und Zusatzstoffe
  • Dexpanthenol (wird häufig in Pflegeprodukten verwendet und spendet Feuchtigkeit)

Tipp: Hast du kein spezielles After-Sun-Produkt zur Hand, geht auch eine normale Creme, Quark oder Naturjoghurt. Trage den Joghurt oder Quark dünn auf und spüle ihn nach einiger Zeit wieder ab, bevor er antrocknet. Dies kühlt und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit. Auch Kokosöl kann deiner Haut die benötigte Feuchtigkeit geben: Lasse dieses dafür in deiner Hand schmelzen und reibe die betroffenen Stellen damit ein.

Schritt 3 bei Sonnenbrand: Wann schmerzlindernde Maßnahmen besprochen werden

Sind die Beschwerden so stark, dass du nicht schlafen kannst, kann es sinnvoll sein, ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einzuholen. Dabei werden häufig orale nichtsteroidale Entzündungshemmer bevorzugt. Sollte sich dein Zustand nicht zügig bessern, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Folgende Schmerzmittel werden bei Sonnenbrand empfohlen :

  • Aspirin
  • Ibuprofen
  • Diclofenac

Die Einnahme dieser Mittel über längere Zeit kann schädliche Nebenwirkungen haben. Halte daher Rücksprache mit deinem Arzt, wenn du sie öfter benötigst.

Schritt 4 bei Sonnenbrand: Ganz viel trinken

Viel trinken ist in jeder Lebenslage gut. Wenn du einen Sonnenbrand hast, ist diese Strategie noch wichtiger. Durch die Entzündungsprozesse verbraucht dein Körper mehr Flüssigkeit als sonst. Es kann zu einer Dehydrierung kommen, wenn du den Flüssigkeitsverlust nicht auffüllst.

Trinke zum Vorbeugen gleichmäßig über den Tag verteilt:

  • zwei bis drei Liter klares Wasser
  • eventuell einen Mineraldrink, um deine Elektrolyte aufzufüllen
  • Saftschorle
  • Tee ohne Zucker (als Alternative zum Wasser)

Tipp: Achte darauf, am besten Getränke ohne Zucker zu dir zu nehmen. Sie löschen den Durst besser und belasten dich nicht mit unnötigen Kalorien. Kaffee hat eine entwässernde Wirkung – er ist zum Hydrieren nicht geeignet.

Schritt 5 bei Sonnenbrand: Erholung

Bist du immer in Action und magst keine Pausen? Bei einem Sonnenbrand solltest du sie dir auf alle Fälle gönnen, damit sich dein Körper erholen kann. Meide mindestens einen Tag die direkte Sonne und halte dich im Schatten auf. Der Platz am Pool oder am Strand kann lieber mal einen Tag warten, bis du dich wieder wohlfühlst.

Tipps für deine Erholung vom Sonnenbrand:

  • Schattenplätze suchen
  • lange Kleidung und Kopfbedeckung tragen
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen
  • Außentermine verschieben

Schritt 6 bei Sonnenbrand: Die Haut zusätzlich schonen

Nach einem Sonnenbrand ist es sinnvoll, deine Haut für einige Zeit besonders behutsam zu behandeln. Dazu gehört vor allem, weitere starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden und auf reizende Produkte möglichst zu verzichten.

Auch eine sanfte Pflege, lockere Kleidung und ausreichend Erholung können im Alltag hilfreich sein. Wenn du unsicher bist, wie du deine Haut am besten versorgst, kann eine ärztliche oder pharmazeutische Einschätzung sinnvoll sein.

Bist du wieder fit, kannst du den Aufenthalt im Freien aufs Neue unbeschwert genießen. Achte jedoch darauf, einem erneuten Sonnenbrand durch die richtigen Maßnahmen vorzubeugen.

2. Wie beuge ich einem Sonnenbrand vor?

Wenn du einem Sonnenbrand vorbeugen möchtest, gilt es, intensive Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Besonders intensiv scheint die Sonne in der Mittagszeit, daher solltest du dich im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr lieber im Schatten aufhalten.

Schütze dich außerdem mit der richtigen Kleidung, einer Kopfbedeckung und ggf. einem Sonnenschirm vor der UV-Strahlung der Sonne. Achte darauf, dass helle und dünne Kleidung UV-Strahlung durchlässt und dass du damit auch einen Sonnenbrand riskieren kannst.

Eine Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor hilft ebenfalls, Verbrennungen vorzubeugen. Achte darauf, dich nach dem Schwimmen und Baden sowie wenn du geschwitzt hast, neu einzucremen. Nur so ist deine Haut immer ausreichend geschützt. Vergiss auch nicht, Körperstellen wie deine Ohren oder Füße gut einzucremen, da auch diese Körperstellen schnell verbrennen.

3. Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Verantwortlich für einen Sonnenbrand ist die UV-B-Strahlung. Trifft diese vermehrt auf unsere Haut, entstehen Entzündungsreaktionen in der Haut. Es werden Botenstoffe, wie beispielsweise Histamin, ausgeschüttet. Als Folge erweitern sich die Blutgefäße, was zu den typischen Symptomen eines Sonnenbrands führt: Rötungen, Juckreiz, Brennen oder sogar Schwellungen.

4. Wann kann ein Sonnenbrand gefährlich werden?

Je nachdem, wie stark dein Sonnenbrand ist, kann der Sonnenbrand in drei Grade eingeteilt werden:

  • Sonnenbrand 1. Grades: die Haut ist gerötet und spannt, ist warm und kann jucken oder schmerzen.
  • Sonnenbrand 2. Grades: die Haut ist stark gerötet und schmerzt. Es bilden sich Blasen und bei der Heilung schält sich die Haut.
  • Sonnenbrand 3. Grades: die obere Hautschicht ist stark geschädigt und löst sich ab. Nach der Heilung können Narben zurückbleiben.

Solltest du eine Blasenbildung auf deiner Haut bemerken oder zusätzlich an Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit leiden, suche dir unbedingt ärztliche Hilfe.

Jeder Sonnenbrand kann deine Haut langfristig schädigen. Dabei sind sowohl UV-A-Strahlen als auch UV-B-Strahlen schädlich für deine Haut. Zu den gefährlichen Folgen gehören:

  • Allergische Reaktionen
  • Vorzeitige Hautalterung
  • Schäden der Zellen und der DNA
  • Schwächung des Immunsystems
  • Hautkrebs
  • Augenschäden

5. Unser Fazit zum Thema Sonnenbrand

Jeder Sonnenbrand kann dein Risiko für gefährlichen Hautkrebs erhöhen. Schütze dich daher im Sommer vor der Sonne, indem du die Mittagszeit im Schatten verbringst und dich richtig kleidest. Beim Sonnenbaden solltest du stets ausreichend Sonnenschutzmittel verwenden.

Sollte es dich doch einmal getroffen haben, gilt es: raus aus der Sonne! In unseren 6 Tipps erfährst du, welche ersten Maßnahmen bei Sonnenbrand häufig empfohlen werden und worauf du achten solltest.

Beobachte deine Haut nach starker Sonneneinstrahlung aufmerksam. Wenn Beschwerden stärker werden, Blasen auftreten oder zusätzliche Symptome hinzukommen, ist ärztlicher Rat wichtig.

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